Neben der ordentliche Kündigung oder einer außerordentlichen Kündigung sieht das Gesetzt noch die Möglichkeit einer Änderungskündigung vor. Eine Änderungskündigung kann sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitgeber ausgesprochen werden. Allerdings wird in der Praxis die Änderungskündigung in der Regel durch den Arbeitgeber ausgesprochen. Anders als bei anderen Kündigungen ist es nicht hauptsächliche Ziel das Arbeitsverhältnis zu beenden. Das Arbeitsverhältnis soll vielmehr unter anderen Bedingen fortgeführt werden. Nur wenn die andere Seite nicht zustimmt soll es zu einer Kündigung kommen.

Inhalte der Änderungskündigung

Die Änderungskündigung erhält eine Kündigungserklärung. Hierbei kann es sich um eine ordentliche oder sogar außerordentliche Kündigung handeln. In diesem Fall müssen ebenfalls die allgemeinen Formerfordernisse vorliegen.

Des Weiteren muss die Erklärung ein Änderungsangebot vorsehen.

Mögliche Reaktionen des Arbeitnehmers

Ein Arbeitgeber der eine Änderungskündigung erhält, kann hierauf auf verschiedene Art und Weise reagieren. Dabei lässt sich nicht pauschal beantworten, welche Reaktion die richtige ist. Hierbei kann Ihnen die PSH Rechtsanwälte Potrafke Schütze Houben Partnerschaftsgesellschaft aus Mönchengladbach helfen.

Zunächst kann der Arbeitnehmer das neue Vertragsangebot vorbehaltlos annehmen. In diesem Fall wird der Arbeitsvertrag mit den neuen Bedingungen fortgeführt.

Sollte der Arbeitgeber das Änderungsangebot anlehnen, endet das Arbeitsverhältnis. In diesem Fall hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit eine Kündigungsschutzklage gegen die ausgesprochenen Kündigung vor Arbeitsgericht erheben.

Letztlich ist der Arbeitgeber aber nicht verpflichtet, das Änderungsangebot vorbehaltlos anzunehmen. Es besteht gem. § 2 S. 1 KSchG eine Annahme unter Vorbehalt zu erklären. Sofern die Änderung für sozial ungerechtfertigt ist, hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit gegen die Klage eine Änderungsschutzklage gegen die Änderungskündigung vor dem Arbeitsgericht erheben.

Wann ist die Änderungskündigung wirksam?

Damit die Änderungskündigung wirksam ist, muss zunächst ein Kündigungsgrund bestehen. Ein Grund hierfür kann vielfältig sein. Dieser kann in der Person oder dem Verhalten des Arbeitnehmers handeln. Des Weiteren können betriebsbedingte Grunde, oder eine außerordentliche Kündigung ein täglicher Grund sein.

Wenn das Arbeitsgericht einen täglichen Kündigungsgrund festgestellt hat, wird durch das Arbeitsgericht eine Interessenabwägung vorgenommen.


Ihr Ansprechpartner